Die Sterilisation beim Mann

Eine Sterilisation beim Mann (Vasoresektion, Vasektomie) kann in Frage kommen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und kein Kinderwunsch mehr besteht. Wenn eine Sterilisation durchgeführt wurde, kann auf andere Verhütungsmethoden verzichtet werden. Da sich eine Sterilisation jedoch oftmals nicht mehr Rückgängig machen lässt, sollte dieser Schritt als Verhütungsmethode sehr gut überlegt sein. Dieser Eingriff erfolgt in der Reuterklinik für Urologie im Karl-Olga-Krankenhaus.

Bei einer Sterilisation werden die Samenleiter durchtrennt. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung. Durch einen kleinen Hautschnitt am Hodensack werden die Samenleiter herausgezogen und durchtrennt. Die durchtrennten Samenleiter werden auf beiden Seiten wieder zugenäht, um ein Zusammenwachsen dieser zu verhindern. Nach dem vernähen der Samenleiter wird der Hautschnitt am Hodensack wieder vernäht und die Operation ist abgeschlossen. Der Verhütungsschutz ist jedoch noch nicht sofort nach Durchtrennen der Samenleiter gegeben, da sich noch Spermien in den äußeren Samenleiter oder der Harnröhre befinden können. Deshalb erfolgen im Anschluss der Operation mit genügend Zeitabstand zwei Samenproben, um sicherzustellen dass keine Samenzellen (Spermien) mehr nachweisbar sind.

Sind in diesen Tests keine Samenzellen mehr nachweisbar, ist der Verhütungsschutz gegeben.
Dieser Eingriff ist eine individuelle Wunschleistung und wird privatärztlich verrechnet.