Vesikoureteraler Reflux

Unter einem vesikoureteralen Reflux (VUR) versteht man ein Zurückfließen des Urins von der Blase in die Nieren. Häufig wird ein VUR nach vorangegangenen Harnwegsinfekten durch ein Miktionscystourethrogramm (MCU) diagnostiziert.

Der Vesikoureteraler Reflux wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt.

  • Grad I: Reflux in den Harnleiter
  • Grad II: Reflux bis in das Nierenbecken ohne Erweiterung
  • Grad III: Reflux bis in das Nierenbecken mit leichter Erweiterung des Hohlsystems
  • Grad IV: Reflux mit Erweiterung des Hohlsystems, und Kelchverplumpung
  • Grad V: Reflux mit starker Erweiterung des Hohlsystems, Harnleiterkinking und starker Kelchverplumpung

Unter antibiotischer Dauertherapie kann zum Schutz der Nieren, abhängig vom Schweregrad, eine spontane Ausheilung abgewartet werden. Bei fehlender Ausheilung oder bei Durchbruchsinfekten ist eine operative Korrektur notwendig. Diese kann minimalinvasiv endoskopisch (Injektion von Dextran/Hyaluronsäure) oder offen durch Harnleiterneuimplantation erfolgen.