Vorhautverengung

Eine Vorhautverengung (Phimose) liegt vor, wenn die Vorhaut sich nicht über die Eichel zurückstreifen lässt. Zu unterscheiden ist eine Vorhautverklebung, die in lokaler Betäubung gelöst werden kann.

Zur Behandlung der Vorhautverengung dient das lokale Auftragen einer kortikoidhaltigen (0,25%) Salbe über 4 bis 6 Wochen. Damit kommt es in 60-70% zu einer Erweiterung der Vorhaut und einer Lösung des Problems.

Sollte die Vorhautverengung nach dieser Behandlung weiter bestehen, muss in diesen Fällen eine Vorhautentfernung (Zirkumzision / Beschneidung ) erfolgen.

Vorhautentzündung

Eine Vorhautentzündung (Balanitis) ist eine Entzündung der Glans penis, oft verbunden mit einer Entzündung des äußeren und inneren Präputiums (Balanoposthitis). Ursächlich ist eine bakterielle Infektion der mangels Hygiene angesammelten Zellen des mehrschichtigen unverhornten Plattenepithels (Smegma), Verletzungen bei Masturbation oder eine Urethritis . Eine sexuell übertragen Erkrankung (STD) muß ausgeschlossen werden.
Zur Therapie dienen lokal Kamillosanpenisbädern, bei ausgeprägtem Befund ggf. antibiotische Behandlung. Bei rezidivierenden Entzündungen oder Vorhautverengung erfolgt die Circumcision.

Vorhautentfernung

Zur operativen Korrektur einer Vorhautverengung gibt es verschiedene Techniken. Neben der Vorhautentfernung, auch Zirkumzision genannt, gibt es auch die vorhauterhaltende Erweiterungsplatik (Triple-Incision). Die Vorhautentfernung kann teilweise oder auch komplett erfolgen. Alle Techniken werden in kurzer Narkose als ambulanter Eingriff in der Reuterklinik für Urologie im Karl-Olga-Krankenhaus durchgeführt.